Die aktuell beliebtesten Prozessoren im 1. Halbjahr 2022

Veröffentlicht von Stefan am 05.07.2022, Letzte Aktualisierung:
Wir hatten in der Vergangenheit immer mal wieder über die bei uns beliebtesten Prozessoren geschrieben. Da dieses Format gut ankam, möchte ich dies heute fortführen und euch die beliebtesten Prozessoren im 1. Halbjahr 2022 vorstellen. Mit mehr als 2 Millionen Seitenaufrufen im Monat gehört CPU-Monkey zu den reichweitenstärksten Vergleichsseiten von Prozessoren.

Unsere Seite ist dabei aktuell in 16 Sprachen verfügbar. Unsere Daten werden sorgfältig recherchiert und gepflegt. Dabei hilft uns auch unsere große Community, die Benchmarks durchführt und übermittelt und uns auf eventuelle Fehler aufmerksam macht.

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Um euch einen besseren Überblick über die fast 3.000 Prozessoren in unserer Datenbank zu geben, haben wir in der Vergangenheit bereits Bestenlisten angelegt, in denen ihr schnell einen bestimmten Prozessor finden könnt, zum Beispiel die aktuell schnellsten Spiele-Prozessoren.

Die hier gezeigte Platzierung basiert auf den weltweiten Aufrufzahlen aller bei CPU-Monkey verfügbaren Prozessoren im Zeitraum Januar bis Juni 2022. Die tatsächliche Beliebtheit der Prozessoren kann von unserer Platzierung abweichen und auch in eurem Land anders sein.

Platz 10 - Intel Core i7-12700K


Mit 12 CPU-Kernen und 20 Threads ist der Intel Core i7-12700K (Alder Lake) auf Platz 10 vertreten. Die 12. Generation der Intel Core i Serie basiert auf einer völlig neuen, hybriden Architektur und nutzt erstmals im Mainstream von Intel unterschiedlich große CPU-Kerne.

Dieser hybride Aufbau ist uns bereits von vielen Smartphone-Prozessoren bekannt, AMD und Intel hatten bislang aber immer auf gleich große CPU-Kerne gesetzt. Ende 2022 wird Intel bereits die Nachfolgegeneration Raptor Lake vorstellen, die die Taktfrequenzen sowie die Anzahl der kleinen CPU-Kerne erhöhen und dabei gleichzeitig weniger Energie benötigen soll.

Platz 9 - AMD Ryzen 5 3600


Der AMD Ryzen 5 3600 ist ein alter Bekannter und regelmäßig unter den beliebtesten Prozessoren. 6 Kerne und 12 Threads reichen aktuell noch für fast alle PC-Spiele aus und sind bezahlbar. Die dritte Generation der AMD Ryzen Prozessoren zeichnet sich durch einen doppelt so großen Level 3 Cache aus und ist recht sparsam.

Platz 8 - AMD Ryzen 7 5800X


Mit 8 CPU-Kernen und 16 Threads ist der AMD Ryzen 7 5800X für alle Anforderungen gewappnet. Sowohl aktuelle Spiele als auch professionelle Anwendungen sind für den Prozessor kein Problem. Externe Geräte wie eine dedizierte Grafikkarte können über den schnellen PCIe 4.0 Standard an das System angebunden werden.

Platz 7 - AMD Ryzen 5 5500U


Der aktuell beliebteste AMD Mobilprozessor bei uns ist der AMD Ryzen 5 5500U. Der AMD Ryzen 5 5500U besitzt 6 CPU-Kerne und kann 12 Threads gleichzeitig bearbeiten. Obwohl seine Namensgebung anderes vermuten lässt, setzt der Prozessor noch auf die schon ältere Lucienne Architektur (Zen 2) von AMD auf. Sein größter Pluspunkt ist der Preis bei ausreichender Leistung. Er wird in vielen Notebooks der Einstiegsklasse verbaut.

Platz 6 - AMD Ryzen 5 5600G


Ebenfalls 6 Kerne besitzt der AMD Ryzen 5 5600G. Dieser setzt auf die 3. Zen Generation (Cezanne) auf und besitzt als einer der wenigen AM4-Prozessoren eine interne Grafikeinheit (iGPU). Die AMD Radeon 7 Graphics (Renoir) ist schnell genug um ältere Spiele in geringen bis mittleren Auflösungen wiederzugeben. Der AMD Ryzen 5 5600G eignet sich auch für kleine Mini-ITX Systeme, da er ohne externe Grafikkarte eingesetzt werden kann.

Platz 5 - AMD Ryzen 5 5600X


Sehr ähnlich zu unserem Platz 6 ist der AMD Ryzen 5 5600X. Er besitzt ebenfalls 6 Kerne und 12 Threads, verzichtet aber auf die iGPU. Dafür darf der Prozessor im Turbo-Modus etwas höher takten. Mit 32 MB besitzt er außerdem einen doppelt so großen Level 3 Cache. Der AMD Ryzen 5 5600X ist ein idealer Spiele-Prozessor.

Platz 4 - AMD Ryzen 5 4500


Ein echtes Preis-Leistungs-Schnäppchen ist der AMD Ryzen 5 4500. Zwar basiert der Prozessor auf der schon älteren Zen 2 Architektur und besitzt nur 8 MB Level 3 Cache, für die meisten Spiele und Anwendungen reicht seine Leistung aber noch locker aus. Für aktuell rund 110 Euro bekommt man 6 Kerne und 12 Threads und das ist ein absolut unschlagbarer Preis. Der Prozessor wird gerne benutzt um ältere AM4-Plattformen günstig aufzurüsten.

Platz 3 - AMD Ryzen 9 5900X


In eine ganz andere Kerbe schlägt der AMD Ryzen 9 5900X. Mit 12 Kernen und 24 Threads ist der Prozessor ein Rechenmonster, der so ziemlich jeder Aufgabe gewappnet ist. Mit 400 Euro ist der Prozessor natürlich nicht ganz günstig und richtet sich an professionelle Anwender, die viel Rechenleistung benötigen.

Der AMD Ryzen 9 5900X eignet sich z.B. in einer Workstation für schnelles schneiden von Videos. Aber auch als Spiele Prozessor macht er Dank seiner maximalen Taktfrequenz von 4,8 GHz eine gute Figur.

Platz 2 - Intel Core i7-10850H


Auf dem zweiten Platz findet man mit dem Intel Core i7-10850H einen schnellen Mobilprozessor von Intel. Auch dieser besitzt 6 Kerne und 12 Threads, setzt aber noch nicht auf den mit Alder Lake eingeführten, hybriden Kernaufbau.

Der Intel Core i7-10850H setzt auf die Comet Lake Architektur auf und wird noch in 14 nm gefertigt. Der Energiebedarf ist unter voller Last recht hoch. Trotzdem setzen viele Notebookhersteller auf diesen Prozessor. Er ist z.B. im ASUS ZenBook Pro, HP ZBook Studio G7 oder dem Lenovo ThinkPad P1 zu finden.

Platz 1 - Apple M2


Erst Anfang Juni 2022 vorgestellt, hat es der neue Apple M2 Prozessor direkt auf Platz 1 geschafft. Seine 8 CPU-Kerne setzen sich aus 4 schnellen Kernen und 4 effizienten Kernen zusammen. Der Prozessor ist stark und dabei extrem sparsam. Kein Wunder also, dass der Prozessor bei unseren Besuchern so beliebt ist. Die Leistungsverbesserungen im Vergleich zum Vorgänger, dem Apple M1, liegen zwischen 15 und 20 Prozent.

Apple nutzt das verbesserte 5 nm Fertigungsverfahren im Apple M2 um die Taktfrequenzen sowohl der CPU-Kerne als auch der internen Grafikeinheit anzuheben. Ebenfalls angehoben wurde die TDP, die mit nun 22 Watt eine höhere Leistungsaufnahme des Chips erlaubt. Beim Apple M1 Prozessor war bei 15 Watt Schluss.


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