Intel Core i9-10900K kommt später und ist kaum zu kühlen

veröffentlicht am 09.01.2020

Intels neue Comet Lake-S Prozessoren, angeführt vom Intel Core i9-10900k als 10-Kern Flaggschiff kommen doch noch nicht im Februar, wie zunächst angenommen wird. Als realistisches Einführungsdatum steht nun Q2/2020 im Raum. Das Problem: vor allem der Intel Core i9-10900K (10 Kerne, 125 Watt TDP) macht Probleme.

Da Intel die Comet Lake CPUs immer noch in 14 nm Struktur fertigt, ist die benötigte Energie des 10 Kern Prozessors enorm. Laut einiger Quellen, die die CPU schon ausprobieren konnten, benötigt der Intel Core i9-10900K real etwas über 300 Watt bei Auslastung aller 10 Kerne. Selbst große und professionelle Luft-Kühler wie z.B. der be quiet! Dark Rock 4 Pro sind dafür aber nicht gerüstet. So liegt die Kühlleistung des be quiet! Dark Rock 4 Pro bei 250 Watt.

Auch die sehr aggressiven Taktraten, die Intel dem Flaggschiff auferlegt hat, sind Schuld, dass sich die Einführung noch so lange verzögert, bis man eine Lösung für den hohen Energiebedarf und die damit verbundene hohe Abwärme gefunden hat. Bei Auslastung aller 10 Kerne (20 Threads) soll der Intel Core i9-10900K immer noch mit bis zu 4,9 GHz takten. Die Comet Lake-H Prozessoren für Notebooks mit maximal 8 Kernen sind von dem Problem scheinbar nicht betroffen und sollen pünktlich im 1. Quartal 2020 vorgestellt werden.

Für Notebooks wird es erst einmal bei den 8 Kernen bleiben, mehr Kerne sind dann erst mit der neuen 10 nm Fertigung möglich. Dabei hatte AMD erst kürzlich die neuen Renoir APUs vorgestellt, die mit bis zu 8 Zen-2 Kernen (16 Threads) und hohen Taktraten noch im ersten Quartal 2020 verfügbar sein sollen. Das Topmodell, der AMD Ryzen 7 4800H liegt dabei gleich auf mit Intels aktuellem Flaggschiff für Notebooks, dem Intel Core i9-9980HK (siehe Vergleich: AMD Ryzen 7 4800H vs. Intel Core i9-9980HK).

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