Mit dem FP32 Wert wird die theoretische Rechenleistung der internen Grafikeinheit (iGPU) des Prozessors bei einfacher Genauigkeit (32 bit) in GFLOPS angegeben. GFLOPS gibt an, wie viele Milliarden Gleitkommaoperationen die iGPU pro Sekunde durchführen kann. Bei der Berechnung unterscheidet man bei der Grafikberechnung zwischen einfacher und doppelter Genauigkeit. Je genauer die Berechnung wird, desto geringer die Rechenleistung. Bei doppelter Genauigkeit nimmt die Leistung dabei sehr stark ab.
Die Leistungsangabe kann genutzt werden, um die Grafikleistung von verschiedenen iGPUs der Prozessoren untereinander zu vergleichen. Die Angabe ist theoretischer Natur, da z.B. der Arbeitsspeicher (welcher von der internen Grafikkarte dann als Grafikspeicher verwendet werden kann) eine große Rolle spielt und das Ergebnis stark beeinflusst.
Wir haben die FP32 Rechenleistung bei uns aufgenommen, weil wir Denken, dass ein theoretischer Vergleich der Grafikleistung besser ist als gar kein Vergleich. Grundsätzlich lässt sich mit dem Stand von Heute (2020) sagen, dass Ergebnisse über 1500 GFLOPS dafür ausreichen aktuelle Spiele in Full-HD Auflösung (1080p) und geringen bis mittleren Details zu spielen. Dazu zählen z.B. World of Warcraft und Diablo 3 des Herstellers Blizzard.
Aktuell führen AMD Ryzen Prozessoren die Benchmarkliste an wobei der schnellste Prozessor eine ca. doppelt so hohe FP32 Rechenleistung besitzt wie der schnellste Intel Prozessor. In der Praxis ist dieser Prozessor allerdings in Spielen nur rund 30-40% schneller als das Intel Pendant. Trotzdem eignen sich Intels schnellste iGPUs (Intel Iris Plus Graphics) auch für Spiele. Die AMD Ryzen Mobilprozessoren setzen dabei aktuell auf die AMD Radeon Vega Graphics mit bis zu 11 Ausführungseinheiten und 704 Shadern. Dabei takten die iGPUs der AMD Mobilprozessoren in der 3. Generation (Zen 2) mit bis zu 1,75 GHz. Dies ist Dank der kleinen 7 nm Strukturbreite und deren Effizienz möglich.
