Der Cinebench 2026 Multi Core Benchmark legt den Fokus auf die maximale Parallelleistung moderner CPUs unter extrem hoher Dauerlast. Auch hier kommt die Redshift Rendering Engine auf Basis von Cinema 4D 2026 zum Einsatz, allerdings mit massiv gesteigertem Rechenaufwand. Im direkten Vergleich zu Cinebench R23 wurde die Komplexität der Szene im Multithread-Test versechsfacht – ein bewusster Schritt, um den Anforderungen aktueller und zukünftiger 3D-Workloads gerecht zu werden.
Der Benchmark skaliert über alle verfügbaren Kerne und Threads und berücksichtigt dabei explizit SMT-gestützte CPU-Kerne. Damit lassen sich Unterschiede zwischen physischer Kernanzahl, SMT-Effizienz und Scheduling-Strategien deutlich besser herausarbeiten als in älteren Versionen. Besonders CPUs mit vielen Kernen – etwa aktuelle Desktop-Flaggschiffe, Workstation-CPUs oder ARM-Server-Prozessoren – profitieren von dieser realistischeren Lastverteilung.
Ein zentrales Ziel von Cinebench 2026 ist die Stabilitäts- und Kühlungsbewertung unter Dauerlast. Die standardmäßig aktivierte Mindestlaufzeit verhindert „Kurzzeit-Scores“ und zeigt klar, ob ein System thermisch oder energetisch limitiert ist. Im erweiterten Benchmark-Modus können Nutzer die Laufzeit zusätzlich verlängern, um Kühlung, Power-Limits und Throttling noch deutlicher sichtbar zu machen – ein entscheidender Faktor bei Notebooks und kompakten Desktop-Systemen.
Auch im Multi-Core-Test gilt: Die Score-Werte bewegen sich in einem neuen Bereich und sind nicht rückwärtskompatibel. Höhere oder niedrigere Zahlen bedeuten nicht automatisch mehr oder weniger Leistung im Vergleich zu R23, sondern spiegeln eine komplett neu kalibrierte Testbasis wider.
Der Speicherbedarf ist hoch: Für den CPU-Benchmark sind mindestens 16 GB RAM erforderlich, andernfalls wird der Test gar nicht erst ausgeführt. Systeme mit zu wenig Arbeitsspeicher erhalten eine Warnung.