Budget König: AMD Athlon 3000G oder Intel Pentium G5400 ?

veröffentlicht am 08.12.2019

AMD hat seit kurzem den AMD Athlon 3000G im Angebot. Dieser basiert auf dem Zen-Design der 2. Generation, hat aber schon einige kleine Verbesserungen der 3. Zen Generation eingepflanzt bekommen. Es handelt sich hier sozusagen um die Zen++ Architektur, die aber immer noch im 12 nm Verfahren gefertigt wird und noch nicht in 7 nm.

Der direkte Vorgänger ist der AMD Athlon 240GE. Im direkten Vergleich zwischen dem AMD Athlon 240GE und dem neuen AMD Athlon 3000G sieht man zunächst keine großen Unterschiede. Das ist auch kein Wunder, denn die technischen Daten sind von beiden CPUs identisch: 2 Kerne mit Hyperthreading, eine iGPU vom Typ AMD Radeon Vega 3 (mit 3 Ausführungseinheiten und 192 Shadern) sowie 4 MB Level 3 Cache bei einer TDP von 35 Watt.

Sogar beim offiziell unterstützten Arbeitsspeicher (DDR4-2666), auch mit ECC hat sich nichts verändert. Immerhin liegt zwischen dem Veröffentlichungsdatum der beiden Prozessoren fast 1 Jahr. Einzig bei der CPU Architektur erfolgte der Umschwung von Raven Ridge in 14 nm zu Picasso in 12 nm. Hier versteckt sich schon einmal die erste Neuerung: bis zu 10 Prozent (45 zu 50 Watt) weniger Energieverbrauch unter Vollast sind nicht schlecht.

Nächster Unterschied: der AMD Athlon 3000G ist nun offiziell übertaktbar. Das war inoffiziell zwar auch schon beim Vorgänger möglich - mit dem Athlon 3000G bewirbt AMD dieses Feature nun offiziell. 4,0 - 4,2 GHz im Takt ist dabei kein Problem. Das ist immerhin ein Zuwachs von 20 Prozent.

Vernachlässigen darf man natürlich auch nicht den Preis: hier hat es eine Reduktion der UVP von 65 auf 53 Euro gegeben. Das war auch nötig, denn mit dem Intel Pentium G5400 gibt es direkte Konkurrenz aus dem Hause Intel für aktuell 55 Euro. Dieser bietet zudem eine ca. 10% höhere Einkern-Performance, in Mehrkern-Benchmarks sind beide Prozessoren in etwa gleich schnell.

Allerdings lässt sich der Intel Pentium G5400 weder übertakten, noch unterstützt dieser die Fehlerkorrekturfunktion ECC im Arbeitsspeicher. Gerade für kleinere Speicher- und Heimserver ist ECC aber ein nettes Feature.

Und wer ist jetzt der Preis-Leistungs-Sieger ? Das lässt sich aktuell nicht klar beantworten. Beide Prozessoren haben ihre Vor- und Nachteile. Für NAS oder Heimserver ist aktuell der AMD Athlon 3000G eine gute Wahl, der Intel Pentium G5400 empfiehlt sich durch die höhere Einkern-Leistung als guter Einsteiger-Prozessor für kleine Arbeitscomputer.

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