Intel packt auch für die Rocket Lake Prozessoren die Brechstange aus

veröffentlicht am 18.05.2020

Neue Informationen bestätigen, was viele schon vermutet haben: auch bei den kommenden Desktop-Prozessoren für den Sockel LGA1200 (Rocket Lake S) wird Intel das kurzzeitige Power Limit (PL2) bei 250 Watt belassen. Dieses hatte Intel in diesem Jahr mit den Comet-Lake S Prozessoren eingeführt. Teilweise genehmigen die Prozessoren sich bis zu 250 Watt in den ersten 60 Sekunden. Denn auch im Jahr 2021 muss Intel weiterhin die Desktop-Prozessoren im angestaubten 14 nm Fertigungsverfahren produzieren. Die Konkurrenz in Form von AMD (7 nm) bzw. Apple (5 nm in 2020) ist nur noch mit Gewalt in Form von massiver Leistungsaufnahme in Reichweite zu halten.

Fast wie mit einer Brechstange lässt Intel z.B. das Spitzenmodell im neuen LGA 1200 Sockel, den Intel Core i9-10900K mit 4,9 GHz im Mehrkern Betrieb agieren. Bei Last auf nur einem Kern kann der Prozessor seine Taktfrequenz auf 5,3 GHz erhöhen. Wohlgemerkt im Serienzustand, zur Übertaktung ist der Prozessor freigegeben. Übertakter benötigen eine sehr gute Luftkühlung oder besser noch eine Wasserkühlung um die Leistungsaufnahme des 10 Kern Prozessors zu kompensieren.

Rocket Lake wird außerdem Thunderbolt 4 (USB 4) nativ unterstützen, PCIe 4.0 wird zwar von der CPU unterstützt, die Chipsätze bleiben zunächst aber bei PCIe 3.0. Außerdem sollen die neuen Rocket-Lake S Prozessoren 2,5 GBit/s LAN von Haus aus mitbringen.

Erst mit den in 10 nm erwarteten Alder-Lake S Prozessoren 2022 wird sich die Situation für Intel hinsichtlich der Leistungsaufnahme wohl etwas entspannen. Diese kommen wieder in einem neuen Sockel, LGA 1700. Dieser bietet dann auch Unterstützung für den DDR5-Standard, den auch AMD im Jahr 2022 unterstützen möchte. PCIe 4.0 wird dann auch von Intel unterstützt, nachdem AMD den Standard bereits mit den Zen 2 Prozessoren Ende 2019 unterstützt.

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