AMD laut eigener Aussage in allen Bereichen vor Intel führend

veröffentlicht am 17.12.2019

AMDs zuständiger Manager für den Enterprise-Bereich, Forrest Norrod, hat sich ungewöhnlich deutlich über AMDs aktuelle Position im Prozessormarkt geäußert. Mit Rome hätte AMD in allen Bereichen des Enterprise-Marktes die Führung vor Intel übernommen, stellte der Manager fest.

Rome ist die neue Architektur der Zen 2 Server-Prozessoren, die AMD kürzlich vorgestellt hatte. In der größten Ausbaustufe bietet der AMD Epyc 7742 64 Kerne (128 Threads) bei einer Taktfrequenz aller Kerne von immerhin 2,8 GHz. Intels größte CPU ist aktuell der Intel Xeon Platinum 8284 mit 28 Kernen. Zwar hat Intel mit dem Intel Xeon Platinum 9282 auch einen Prozessor mit 56 Kernen im Angebot, dieser ist allerdings ein 2-CPU-Die Design, d.h. auf einer Platine hat Intel einfach zwei Intel Xeon Platinum 8284 vereint. Durch den hohen Preis ) 20.000 Euro ist die CPU sowieso nur für eine handvoll Kunden interessant.

Aber zurück zum AMD Epyc 7742. Das Flaggschiff von AMD bietet 8 Speicherkanäle (bis zu DDR4-3200) und stellt für die Anbindung von externen Geräten und Controllern PCIe 4.0 mit 128 Leitungen zur Verfügung.

AMD spezifiziert die Verlustleistung TDP auf 225 Watt, was angesichts der vielen Kerne und dafür recht hohen Taktfrequenz ein Beweis für die gute Effizienz des in 7 nm gefertigten Zen 2 Designs ist. Neben den deutlich mehr Kernen führen die neuen Prozessoren auch in den Punkten IPC (Befehle pro Taktzyklus) sowie Effizienz. Letztere ist durch das bessere Fertigungsverfahren begründet. Die IPC hingegen wird vom Chip-Design bestimmt. Auch hier führte Intel in den letzten Jahren nur geringe Optimierungen durch, ein richtiges Re-Design wird erst 2021 erwartet. Kein Wunder also, dass sich AMD jetzt den Thron erarbeitet hat.

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