Apple M2 Pro mit mehr CPU-Kernen und 3 nm Fertigung ?

Veröffentlicht von Stefan am 28.06.2022, Letzte Aktualisierung:
Nachdem Apple im Juni 2022 überraschend bereits den normalen Apple M2 Prozessor als ersten Nachfolger des Apple M1 vorgestellt hatte, sollen im Herbst der Apple M2 Pro und der Apple M2 Max folgen. Der Leistungsunterschied zur Basisversion könnte diesmal noch größer sein.

picture_2_note

Zwar gehen einige Marktbeobachter davon aus, dass Apple die Pro-Varianten erst im Jahr 2023 veröffentlichen könnte, dies halten wir aber für unwahrscheinlich, da der Leistungsunterschied zwischen dem nun rund 18 Prozent schnellerem Apple M2 und dem Apple M1 Pro dafür einfach zu klein ist. Apple möchte hier im starken letzten Quartal des Jahres sicherlich einen stärkeren Kaufanreiz für professionelle Anwender schaffen.

Apple M2 Pro und Apple M2 Max noch 2022


Davon geht auch die für gewöhnlich gut informierte Seite 9to5 Mac in einem neuerlichen Bericht aus und spricht von einem Produktionsstart der Pro-Prozessoren in 2022. Und auch die Seite Macrumors hat kürzlich diese Information per Tweet bestätigt:


Kommt der Apple M2 Pro / Max bereits in der neuen 3 nm Fertigung ?


Außerdem spricht 9to5 Mac davon, dass die neuen Apple M2 Pro Prozessoren bereits in der 3 nm Fertigung bei TSMC hergestellt werden. Apple hat dafür laut Berichten bereits 3 nm Produktionskapazitäten bei TSMC gebucht. Der Apple A16, der im Apple iPhone 14 Pro erwartet wird, soll ebenfalls in 3 nm gefertigt werden.

Das Apple die Pro/Max Varianten bereits in 3 nm fertigen lässt, könnte darauf hindeuten, dass diese bereits auf den CPU-Kernen des Apple A16 Prozessors basieren, während der normale Apple M2 noch auf der A15-Technik aufsetzt. Das ist aber nicht bestätigt und nur eine Vermutung. So oder so wird der Leistungsunterschied zwischen dem normalen Apple M2 und den Pro/Max Varianten diesmal wohl noch größer ausfallen.

Apple M2 Pro/Max sollen 12 CPU-Kernen bekommen


Apple soll bereits einen Pro-Prozessor mit 12 CPU-Kernen testen. Die CPU-Kerne sollen sich aus 8 Performance-Kernen sowie 4 Effizienz-Kernen zusammensetzen. Den Apple M1 Pro gibt es aktuell in zwei Kernvarianten, einmal mit 8 CPU-Kernen (6+2) und einmal mit 10 Kernen (8+2). Apple erhöht also die Anzahl der Effizienz-Kerne. Ähnlich wie beim Apple M2 wird die Leistungsaufnahme insgesamt zwar steigen, die Leistung pro Watt sollte aber deutlich über die der Vorgängergeneration liegen.

Da der normale Apple M2 bereits über mehr Level 2 Cache für die Performance Kerne verfügt (20 MB vs 16 MB im Apple M1), dürften auch die Apple M2 Pro / Max mit mehr Level 2 Cache ausgestattet sein. Die Rohleistung pro Takt könnte bei +18 Prozent (5 nm Fertigung) bzw. sogar bis zu +35 Prozent bei der Fertigung in 3 nm höher ausfallen als in der Vorgängergeneration.

picture_3_note
© Apple, 2022

Erhöht Apple nun noch die Kernanzahl des Apple M2 Pro von jetzt maximal 10 CPU-Kernen auf dann 12 CPU-Kerne, könnte die Leistungssteigerung zur Vorgängergeneration bei 25 bis 40 Prozent liegen. Der Apple M2 Max sollte dann auch mit 12 CPU-Kernen (jetzt 10) veröffentlicht werden.

Die Grafikleistung dürfte deutlich steigen


Auch bei der Grafikleistung darf man ein deutliches Leistungsplus erwarten, denn hier hat der Apple M2 den größten Leistungssprung gemacht. In unserem CPU-Vergleich des Apple M2 vs Apple M1 wird dies deutlich: die iGPU des Apple M2 ist 26 Prozent schneller als die des Apple M1. Dazu nutzt der Apple M2 nun 10 statt 8 GPU-Kerne. Außerdem hat Apple die maximale Taktfrequenz der Grafikeinheit leicht von 1,3 auf 1,4 GHz erhöht. Der Apple M2 Max sollte dann nochmal eine bis zu doppelt so hohe GPU-Leistung wie der Apple M2 Pro erreichen.

Auch der Preis geht wohl hoch


Höher geht es wohl auch beim Preis: egal ob verbesserte 5 nm Fertigung oder sogar 3 nm: Fertigungskapazitäten sind teuer geworden und gerade der 3 nm Prozess dürfte bei TSMC richtig die Kasse klingeln lassen. Am Ende wird man (auch Inflationsbedingt) wohl mit Preissteigerungen rechnen müssen. Für das Apple iPhone 14 Pro geht man im Vergleich zum Apple iPhone 13 Pro aktuell von einer Preiserhöhung von ca. 10 Prozent aus.


Weitere Einträge